Vergaser lackieren

Vergaser lackieren mit Cerakote Einbrennsystem

Vergaser zur Luft-Benzin-Gemischbildung finden wir in der Regel nur noch bei älteren Maschinen, egal ob beim Motorrad oder Automobil. Die große Umstellung begann ungefähr in den 90er Jahren, wo besonders im Motorrad-Sektor viele Vergaser-Modelle auf Einspritzanlagen umgestellt wurden, da letzteres System umweltfreundlicher dargestellt wird.

Wenn man nun im Besitz eines Klassikers ist, führt kein Weg an der Vergaserpflege vorbei. Nicht selten beschäftigt man sich, öfter als einem lieb ist, mit der Vergasereinstellung um noch etwas am Ansprechverhalten des Motors zu optimieren. Mit der Zeit hat man so schon eine innige Beziehung zu den Einstellschräubchen aufgebaut. Irgendwann kommt jedoch bei jedem Modell der Zeitpunkt der Vergaserüberholung. Neben der Erneuerung der Ansaugstutzengummis, Dichtungen und dem Schwimmernadelventil kann man nun auch einmal alles gründlich reinigen. Wichtig: Die Messing-Düsen nur mit passenden Maul- oder Ratschenschlüssel entfernen, da man sonst schnell die Außensechskantflächen verrundet.

Eine Vergaser-Lackierung muss drei wichtige Voraussetzungen erfüllen:

  • hohe Chemiekalienbeständigkeit
  • ein zur Pulverbeschichtung vergleichsweise zarter Schichtauftrag, um die Funktionalität nicht zu beeinträchtigen
  • hohe Haftfähigkeit auf der Oberfläche, damit ein Abplatzen nicht möglich ist

Die Veredelung mit dem Keramik-System von Cerakote bringt eine langfristige Konservierung der Oberfläche und ist in verschiedenen Farben möglich. Ein Anlaufen der Oberfläche, wie bei blanken Vergasergehäusen ist nicht mehr möglich. Ein Abplatzen des Lack’s wie bei einer Lackierung aus der Dose ist auch auszuschließen. Öffnungen und Gewinde werden von uns maskiert, sodass bei Strahl- und Beschichtungsarbeiten das Innenleben geschont wird. Passungsprobleme können wir somit ausschließen.

6 Kommentare
  1. Günter R.
    Günter R. sagte:

    Es geht um einen Vergaser von einer Kawasaki Zephyr 750.
    Er soll in Silber-Grau gemacht werden, quasi so wie die Motorblock Farbe.
    Wie soll das Teil zu ihnen kommen?
    Geteilt und Zerlegt, oder wie ?
    Und wieviel kostet sowas machen zu lassen.
    Gruß Günter Rist

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    • Friedrich Menze Jr
      Friedrich Menze Jr sagte:

      Hallo Günter,

      der Vergaser muss zerlegt angeliefert werden. Zur Preisabschätzung benötigen wir ein Foto der zu beschichtenden Teile. Wir melden uns heute via Mail mit Farbmuster.

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    • Friedrich Menze Jr
      Friedrich Menze Jr sagte:

      Moin Walter,

      danke für den konstruktiven Kommentar. Vergaser findest du natürlich nicht mehr bei aktuellen Automobilen wie dem Golf 6. Wir restaurieren unter anderem viel im Klassik-Sektor. Bauenreihenbedingt kommt hier natürlich noch der Vergaser vor. Zum Beispiel bei folgenden Fahrzeugen: Mercedes 280S, BMW 318i E30, Ferrari 275 GTB. Bei Motorrad-Modellen brauche ich erst garnicht mit einer Aufzählung beginnen.

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  2. Oliver D.
    Oliver D. sagte:

    Hallo,

    denke auch über eine Vergaserbeschichtung nach. Warum ist denn das Pulvern nicht zu empfehlen? Man kann doch hier auch alles nötige maskieren? Hab vieles bei mir Pulvern lassen und das hält super!

    Gruß
    Olli

    Antworten
    • Friedrich Menze Jr
      Friedrich Menze Jr sagte:

      Hallo Oliver,

      man kann natürlich auch eine Pulverbeschichtung durchführen, wenn sauber gearbeitet wird und Freiflächen entsprechend freigehalten werden. Vorraussetzung ist hier jedoch, dass alles trocken bleibt, denn die Pulverbeschichtung ist auf Dauer nicht benzinfest. Aus diesem Grund arbeiten wir mit der Keramikbeschichtung, welche zwar eine geringere Schichtstärke hat, dafür aber lösemittelfest ist.

      Antworten

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