Auspuffblenden | Pulver- vs Keramikbeschichtung

Veredelung von Automobil-Auspuffblenden

Automobil-Auspuffblenden kann man pulverbeschichten oder mit unserer EEC-Keramikbeschichtung veredeln lassen. Bei Blenden, welche nicht sehr heiß werden, ist die Pulverbeschichtung eine günstige Alternative, jedoch aufgrund der begrenzten Temperaturstabilität mit Risiken verbunden. Das Finish ist hier in glänzend und matt möglich. Wird die Anlage zu heiß, fängt die Pulverbeschichtung an aufzukochen und wirft Blasen. Besonders im Sommer auf der Autobahn, werden im Staubetrieb durch fehlende Umluftkühlung hohe Temperaturen erreicht. Auch das Freibrennen des Katalysators erzeugt bei Dieselfahrzeugen kurzzeitig Temperaturspitzen, welche sich negativ auf die Oberfläche einer Pulverbeschichtung auswirken können.

Unsere Keramikbeschichtung verwenden wir primär für die Veredelung von Krümmer- und Endschalldämpfer-Anlagen. Die Beschichtung hält zuverlässig bei hohen Temperaturen und ist somit eine gute Alternative zur Pulverbeschichtung. Das Finish ist Schwarz matt und gut mit heutigen Design-Konzepten kombinierbar.

Lackieren oder Pulverbeschichten?

Motorradteile lackieren oder pulverbeschichten

Lackieren oder Pulverbeschichten ist eine sehr häufig gestellte Frage im Zuge der Restaurations- und Veredelungsprojekte am Motorrad. Der Motorradtank sollte immer eine Arbeit für den Lackierer sein, da man beim Nasslackierverfahren in der Vorbereitungsphase Dellen und Unebenheiten sehr gut mit Füller ausgleichen kann.

Im Vergleich: Die Pulverbeschichtung zieht auf der blanken, angerauten Oberfläche glatt und ist mit anderen Lackier-Systemen in der Verwendung von Füllern, nicht vereinbar. Auch bei besonderen Effekt-Lacken führt kein Weg an einer Nass-Lackierung vorbei, da die Vielfalt an Metallic- und Perl-Effekten größer ist.

Teile wie die Fußrastenanlage, Rahmen, Schwinge, Kofferträger, Sturzbügel, Felgen und Radnaben sind im Alltagsbetrieb des Motorrads besonderen Belastungen ausgesetzt. Eine Nasslackierung kommt auch mit gründlichen Vorarbeiten schnell an die Belastungsgrenze, was sich im schlimmsten Fall durch Abplatzen und Unterwandern des Lacks äußert.

Der Vorteil einer gewissenhaft verarbeiteten Pulverbeschichtung ist die bessere Haftung und Widerstandsfähigkeit auf dem Trägermaterial. Jedes Fahrzeugteil durchläuft einen gründlichen Vorbereitungsprozess, wo das chemische Entlackungen und Strahlen nur ein Teil der Vorarbeiten darstellt. Nach dem Auftragen des Pulvers kommt die Ware in den Industrieofen. Dort schmilzt das Pulver und überzieht das Objekt mit einer zäh-harten Lackschicht. Durch diesen Einbrennprozess im Ofen besitzt diese Art der Oberflächenveredelung eine sehr hohe Haftfähigkeit am Objekt und ist gegenüber Fremdeinwirkungen im Fahrbetrieb, wie zum Beispiel Steinschlag und die Abnutzung der Fußrastenanlage, deutlich robuster als eine Nasslackierung.

Seht mal auf unseren Themen-Seiten zur Pulverbeschichtung von Speichenrädern und Motorradteilen nach, dort findet Ihr noch weitere nützliche Infos zur Gestaltung und Vorbereitung der Teile!

Krümmerbeschichtung

Krümmerbeschichtung am Motorrad

Motorrad Krümmeranlagen sieht man neu wie auch gebraucht in der Regel in Edelstahloptik, wie zum Beispiel bei den Ducati-Modellen oder hartverchromt wie einige Serienanlagen bei BMW. Beides hat seinen Reiz – aber welche Option gibt es, wenn nur Schwarz in Frage kommt?

Hier kommen wir mit unserer Keramikbeschichtung ins Spiel. Wir arbeiten mit einer Nasslackierung, welche im Industrieofen eingebrannt wird. Um einen Eindruck von der Optik zu bekommen, haben wir ein Vorher-Nacher-Foto von einem dreiteiligen Edelstahlkrümmer-Set aufgenommen. Finish ist schwarz-matt und es hält zuverlässig die Hitze im Krümmerbereich aus. Außerdem ist unsere Beschichtung durch eine letzte Optimierung nun auch weitestgehend lösemittelbeständig, was jedoch keine Einladung sein soll, das Motorrad in Zukunft mit Waschbenzin zu reinigen! Auf unserer Seite zur EEC-Beschichtung könnt Ihr noch mehr zum Beschichtungssystem erfahren.

Speichenradveredelung an einer Benelli

Motorrad Speichenrad Restauration

Die Speichenradveredelung für Motorräder hängt in der Umsetzung, insbesondere bei älteren Modellen, oft vom Zustand des Materials ab. Hier haben wir zum Beispiel einen aufpolierten Borrani Felgenring aus Aluminium, bei dem man die Oberfläche mit einem guten Ergebnis wiederherstellen konnte. Bei stark oxidierten Felgenringen wiederum wäre der Aufwand oft zu hoch, wobei es zudem durch die erforderlichen aufwändigen Polierarbeiten zur Verrundung der Bohrlöcher kommen kann.

Bei den Drahtspeichen verwenden wir polierte Edelstahlspeichen. Was der Chrom-Optik sehr nahe kommt. Entscheidender Vorteil ist, dass man sich keine Sorgen um das Einreißen des Chroms machen muss, denn Motorrad Speichen längen sich mit der Zeit. Die Radnaben kann man Polieren, Strahlen und/oder Pulverbeschichten lassen. Da der Zustand der Nabe für Polierarbeiten vorliegend leider nicht ausreichend war und eine gestrahlte Oberfläche nicht pflegeleicht genug für unseren Kunden, entschied er sich für eine Pulverbeschichtung in Silber mit Klarschicht (ohne Metallic-Effekt). Dies ist eine gute Alternative zum Strahlen, sehr einfach in der Pflege und optisch passend zu den polierten Felgenringen.

„Schwarz Wrinkle“

Pulverbeschichtung von Kleinteilen in Schwarz Wrinkle

Pulverbeschichtung in Schwarz Wrinkle

Eine Pulverbeschichtung von kleineren Anbauteilen in schwarz wrinkle kann in jedem Restaurierungsprojekt die noch fehlenden Akzente setzen. Das Oberflächenfinish besticht durch die feine erhabene Struktur und bildet somit einen guten Kontrast zu glänzenden oder seidenmatten Oberflächen. Das Schwarz-Wrinkle auf Ventildeckel ist typisch bei der Veredelung von Supersport-Fahrzeugen wie Ferrari, Porsche und Mercedes, aber auch bei Motorrad-Umbauten inzwischen sehr beliebt. Beim Harley-Tuning steht das Wrinkeln neben Schwarz matt auch an der Tagesordnung, besonders als Eye-Catcher am Primärdeckel.