Pflegeanleitung für Pulverbeschichtungen

Pflegeanleitung für die Pulverbeschichtung an Fahrzeugteilen

Wie pflege ich meine pulverbeschichteten Teile?

Allgemein ist zu erwähnen, dass man für eine bessere Langzeitversiegelung zusätzlich auf die pulverbeschichteten Flächen (außer bei Feinstruktur und Wrinkle) eine Versiegelung, wie das Produkt „Klassik Glass“ (Nachfolgeprodukt für Liquid Glass), auftragen kann. Dies ist eine professionelle Glanzversiegelung, die wachs-, silikon- und schleifmittelfrei ist. Einmal in 1 – 3 Schichten aufgetragen, profitieren Sie von einer sehr guten Langzeitwirkung und bemerken direkt bei der nächsten Reinigungswäsche, wie leicht sich der Schmutz wieder entfernen lässt. Vor dem Auftragen muss natürlich eine gründliche Vorreinigung erfolgen, unter anderem mit Reinigungsknete.

Fallbeispiel 1: Fahrzeugteile mit Glanz-Pulverbeschichtung

  1. Bevor Hand angelegt wird, muss eine Vorreinigung der pulverbeschichteten Oberflächen erfolgen. Am geeignetsten ist hierfür ein angeschlossener Wasserschlauch und eine Spritzpistole mit verstellbarer Spritzdüse. So können die pulverbeschichteten Fahrzeugteile schonend mit einem Wasserstrahl von grobem Schmutz und Staub befreit werden. Möglichst keinen Hochdruckreiniger verwenden! Bei Verwendung eines Hochdruckreinigers unbedingt einen gesunden Mindestabstand von 70cm einhalten.
  2. Bei Anbauteilen mit großen ebenen Sichtflächen, sollte man diese mit einem Microfaserwaschhandschuh/ weichem Schwamm und einem Warmwassereimer mit Glanzshampoo reinigen, um den Glanzgrad der Pulverbeschichtung zu schonen. Zu empfehlen ist auch ein zweiter, nur mit Wasser gefüllter Eimer, um den Waschhandschuh/ Schwamm nach jedem Oberflächenkontakt kurz auszuspülen. So gelangen wenige bis keine Verschmutzungen in den Shampoo Eimer. Bei Teilen mit einem feingliedrigen Sprossendesign oder unliebsamen Ecken und Winkeln, können Sie weiche Bürsten verwenden. Schmutzrückstände die sich auf diese Weise nicht entfernen ließen, kann man mit der Reinigungsknete versuchen zu lösen, was in der Regel funktioniert.
  3. Die gereinigten Flächen mit einem Wasserstrahl gründlich abreinigen entweder an der Luft trocknen lassen oder mit einem Microfasertuch abtrocknen.

Fallbeispiel 2: Motorrad-Drahtspeichenräder mit Pulverbeschichtung

Bei Motorradspeichenfelgen liegt der Verschmutzungsgrad deutlich unter dem der Automobilräder. Somit sollte man den Felgenreiniger erstmal ausschließen, da es für diese Reinigungslösung zu viele Möglichkeiten gibt, sich in Fügungsflächen zu verkriechen (z.B. der Bereich an den Speichennippeln).

Auch hier beginnen wir wieder mit der Vorreinigungsroutine Punkt 1 aus dem ersten Fallbeispiel. Man sollte auf einen Eimer mit Warmwasser und einem Glanzshampoo zurückgreifen, in Kombination mit einem Microfaserwaschhandschuh/ weichem Reinigungsschwamm/ Naturhaarpinsel. Um der Fleckenbildung durch Kalkreste im Leitungswasser vorzubeugen, sollte das Lufttrocknen der Speichenräder vermieden werden. Besser ist es, die pulverbeschichtete Oberfläche mit einem Microfasertuch abzutrocknen. Wenn man es ganz genau machen möchte, kann man mit Druckluft und passender Ausblaspistole die Fügeflächen der Speichennippel freiblasen, um sicherzugehen, dass später keine weiteren Wassertropfen auf den Sichtflächen trocknen. Die vorrausschauenden können als feierlichen Abschluss in jeden Speichennippel ein kleinen Schuss Ballistol oder WD40 geben, damit diese gängig bleiben, falls es mal zu Zentrierarbeiten kommt.

Motorrad Reifen, Reifenwechsel und Wuchten

Motorrad Speichenfelgen mit Bereifung und Wuchtgewichten

Wann brauche ich neue Reifen?

Einen neuen Reifensatz für’s Motorrad sollte man sich spätestens nach 6 Jahren gönnen, wenn in der Zeit noch nicht die Mindestprofiltiefe von 1,6mm erreicht oder poröse Stellen sichtbar wurden. Frischer Gummi greift einfach besser und kann den Bremsweg im Vergleich zu einem älteren Exemplar um ein vielfaches verbessern. Jeder ist wohl schon einmal in diese eine Situation geraten, wo man seinen frischen Gummis nachher dankbar war, dass es auf den letzten Metern gereicht hat.

Gut zu wissen:

  • Das Reifenalter kann man anhand der DOT-Nummer auf der Reifenflanke herausfinden. „DOT 1019“ bedeutet zum Beispiel, dass der Reifen in der 10. Kalenderwoche des Jahres 2019 gefertigt wurde.
  • Diagonalreifen sind für schwere Motorräder oder Motorräder mit hoher Zuladung geeignet, da die Reifenflanken einen sehr verwindungssteifen Aufbau besitzen. Mit dem geht jedoch einher, dass dieser Reifentyp sich bei hohen Geschwindigkeiten durch die Fliehkräfte verformt, was sich negativ auf das Fahrverhalten auswirkt.
  • Radialreifen besitzen aufgrund der flexibleren Reifenflanken eine bessere Verzahnung der Lauffläche mit dem Untergrund. Die Auftstandfläche ist kürzer als beim Diagonalreifen, dafür aber breiter, wodurch größere Schräglagenwinkel möglich werden und mehr Grip gegeben ist. Durch den endlos gewickelten Gürtel, behält der Reifentyp auch bei hohen Geschwindigkeiten seine Form.
  • Die Mindestprofiltiefe bei Motorrad Reifen darf man nicht mit den TWI-Stegen (Verschleißmarken in den Profilrinnen) verwechseln, welche in der Regel nur 0,8mm hoch sind.
  • Die neue Bereifung auf den ersten 150km schonend einfahren.

Im Zuge der Reifenerneuerung sollte auch gleich der Rundlauf der Speichenräder kontrolliert werden, um einen möglichst fehlerfreien Betrieb der Speichenräder zu ermöglichen. Nötige Zentrierarbeiten werden vor der Montage der Neubereifung durchgeführt. Ein unrunder Lauf belastet durch ein verzogenes Speichengebäude den Radaufbau und kann im schlimmsten Fall zur Materialermüdung führen. Durch eine regelmäßige Pflege und Kontrolle kann die Langlebigkeit eines Speichensatzes deutlich erhöht werden.

Nach der Reifenmontage werden die Räder gewuchtet und auf Wunsch mit Motorrad Klebegewichten oder alternativ mit Speichen-Klemmgewichten, wie bei den alten Klassikern, bestückt. Durch das Wuchten der Räder wird die schwerste Stelle des Reifen-/ Felgenaufbaus ausgeglichen. Schon bei 15 Gramm kann es mit einer Sport-Bereifung bei höheren Geschwindigkeiten zu Vibrationen und Lenkerflattern führen. Ab 20 Gramm kann es sich auf die Langlebigkeit von Fahrwerkskomponenten auswirken.

Fußrastenanlage pulverbeschichten | Schwarz seidenmatt

Fußrastenanlage in Schwarz matt pulverbeschichten

„Nicht viel schrauben! Fahren will ich! Schnell demontiert soll es sein!“

Die Temperaturen steigen, die Sonne scheint einem auf den Pelz und das Motorrad kann im Moment der beste Freund sein, um den Kopf frei zu bekommen. Will man sich bei seinem treuen Begleiter neben einer ausgiebigen Wasch- und Pflegerunde mit einer kleinen Aufmerksamkeit revanchieren, bietet sich die Pulverbeschichtung der Fußrastenanlage an. Diese ist bei vielen Motorrad-Modellen serienmäßig in matt silber metallic, was man sich schonmal satt sehen kann.

Ein paar Schrauben und Befestigungspunkte demontiert und schon hat man die Rastenträger, Fußrasten und Fersenchützer separiert. So mag man es am liebsten, wenig Aufwand mit (nach Veredelung) viel Wirkung.

Schwarz seidenmatt ist nach wie vor der Evergreen, womit eine optische Aufwertung in der Regel garantiert ist. Für eine gute Kompatibilität zu anderen Farben muss man sich hier keine Sorgen machen. Schwarz seidenmatt passt zu allen Farb-Konzepten und ist in Form der Fußrastenanlage in keiner Weise aufdringlich. Natürlich ganz anders, als würde man heimlich die Rastenanlage vom Kollegen in Pink beschichten.

Bezüglich der Haltbarkeit, gibt es im Langzeittest nichts zu bemängeln. Schotter- und Kiessplitter im Sohlenprofil können nach wie vor Kratzer auf der Beschichtung erzeugen, aber ein Abplatzen der Pulverbeschichtung ist nach unseren gründlichen Vorarbeiten nicht möglich. Die zäh-harte Pulverschicht ist prädistiniert für den Einsatzzweck an einer Rastenanlage und besticht durch ein pflegeleichtes Oberflächenfinish.

Vergaser lackieren

Vergaser lackieren mit Cerakote Einbrennsystem

Vergaser zur Luft-Benzin-Gemischbildung finden wir in der Regel nur noch bei älteren Maschinen, egal ob beim Motorrad oder Automobil. Die große Umstellung begann ungefähr in den 90er Jahren, wo besonders im Motorrad-Sektor viele Vergaser-Modelle auf Einspritzanlagen umgestellt wurden, da letzteres System umweltfreundlicher dargestellt wird.

Wenn man nun im Besitz eines Klassikers ist, führt kein Weg an der Vergaserpflege vorbei. Nicht selten beschäftigt man sich, öfter als einem lieb ist, mit der Vergasereinstellung um noch etwas am Ansprechverhalten des Motors zu optimieren. Mit der Zeit hat man so schon eine innige Beziehung zu den Einstellschräubchen aufgebaut. Irgendwann kommt jedoch bei jedem Modell der Zeitpunkt der Vergaserüberholung. Neben der Erneuerung der Ansaugstutzengummis, Dichtungen und dem Schwimmernadelventil kann man nun auch einmal alles gründlich reinigen. Wichtig: Die Messing-Düsen nur mit passenden Maul- oder Ratschenschlüssel entfernen, da man sonst schnell die Außensechskantflächen verrundet.

Eine Vergaser-Lackierung muss drei wichtige Voraussetzungen erfüllen:

  • hohe Chemiekalienbeständigkeit
  • ein zur Pulverbeschichtung vergleichsweise zarter Schichtauftrag, um die Funktionalität nicht zu beeinträchtigen
  • hohe Haftfähigkeit auf der Oberfläche, damit ein Abplatzen nicht möglich ist

Die Veredelung mit dem Keramik-System von Cerakote bringt eine langfristige Konservierung der Oberfläche und ist in verschiedenen Farben möglich. Ein Anlaufen der Oberfläche, wie bei blanken Vergasergehäusen ist nicht mehr möglich. Ein Abplatzen des Lack’s wie bei einer Lackierung aus der Dose ist auch auszuschließen. Öffnungen und Gewinde werden von uns maskiert, sodass bei Strahl- und Beschichtungsarbeiten das Innenleben geschont wird. Passungsprobleme können wir somit ausschließen.

Reinigung und Pflege von Alu polierten Speichenfelgen

Korrekte Reinigung und Pflege von Alu polierten Motorrad Speichenrädern

Reinigungs- und Pflegeablauf

  1. Bevor Hand angelegt wird, muss eine Vorreinigung erfolgen. Am geeignetsten ist hierfür ein angeschlossener Wasserschlauch und eine Spritzpistole mit verstellbarer Spritzdüse. So können die Speichenfelgen schonend mit einem Wasserstrahl von grobem Schmutz und Staub befreit werden. Möglichst keinen Hochdruckreiniger verwenden!
  2. Nun beginnt die eigentliche Reinigung der Speichenfelgen. Hierfür benötigen Sie einen Eimer mit warmen Wasser und eine Dosierkappe mit sehr mildem Glanzshampoo. Dazu sollten Sie ein sehr weiches Schwämmchen/ Microfaser-Bürsten verwenden, bei Bedarf auch Rosshaarbürsten um die Oberfläche von Schmutz zu befreien. Ist die Oberfläche von den Verunreinigungen befreit, können Sie die Shampoo-Lösung mit einem Wasserstrahl abreinigen. Verwenden Sie auf keinen Fall Felgenreiniger, da diese Substanzen das Aluminium angreifen! Folgen sind Glanzverlust und Fleckenbildung, wobei die Optik der Felgenringe nur durch erneutes Aufpolieren wiederhergestellt werden kann.
  3. Um der Fleckenbildung durch Kalkreste im Leitungswasser vorzubeugen, sollte das Lufttrocknen der Speichenfelgen vermieden werden. Dazu am besten die Aluminiumoberfläche mit einem Microfasertuch/ Microfaser-Bürsten abtrocknen. Wenn man es ganz genau machen möchte, kann man mit Druckluft und passender Ausblaspistole die Fügeflächen der Speichennippel freiblasen, um sicherzugehen, dass später keine weiteren Wassertropfen auf der Aluoberfläche trocknen. Die vorrausschauenden können zum krönenden Abschluss noch in jeden Speichennippel ein kleinen Schuss Ballistol oder WD40 geben, damit sich diese nicht festsetzen, falls es mal zu Zentrierarbeiten kommt.

Hochwertige Pflegemittel können Sie ganz einfach in Petzoldt’s Onlineshop bestellen, oder in deren Ladenlokal bei uns um die Ecke erwerben.